DRS in der Formel 1: Regel einfach erklärt
Was ist DRS?
DRS steht für „Drag Reduction System" (dt. System zur Reduzierung des Luftwiderstands). Es handelt sich um eine bewegliche Klappe an der Hinterflügel des Rennwagens. Öffnet der Fahrer die Klappe, reduziert sich der Abtrieb hinten, der Luftwiderstand sinkt — und das Auto wird auf den Geraden rund 10 bis 12 km/h schneller.
Wann darf DRS genutzt werden?
DRS darf nur in einer bestimmten Zone eingesetzt werden — meist auf der längsten Geraden — und nur unter diesen Bedingungen:
- Das Auto liegt innerhalb einer Sekunde hinter dem Vordermann. Diese Zeitdifferenz wird an einer festgelegten Messstelle vor der DRS-Zone geprüft.
- Das überrundete Auto liegt mindestens eine Runde zurück und darf DRS in der Regel nicht nutzen, um nicht künstlich zu überholen.
- Die Rennleitung hat DRS freigegeben. Zu Beginn eines Rennens (erste zwei Runden) und nach Safety-Car-Phasen bleibt DRS zunächst gesperrt.
Warum gibt es DRS?
DRS wurde 2011 eingeführt, um das Überholen zu erleichtern. Moderne Formel-Eins-Autos verlieren beim Folgen hinter einem anderen Wagen stark an Abtrieb (sogenannte „schmutzige Luft"). Der Geschwindigkeitsvorteil durch DRS soll den Fahrer, der unmittelbar hinter einem anderen fährt, in eine Überholposition bringen — ohne DRS wäre das Überholen auf vielen Strecken deutlich schwerer.
Kritik am DRS
Kritiker bemängeln, dass Überholmanöver durch DRS zu einfach werden und die Überholkraft des Fahrers zurücktrete. Befürworter verweisen auf spannendere Rennen. Die FIA passt die Anzahl und Lage der DRS-Zonen pro Strecke an, um das Überholen weder zu leicht noch zu schwer zu machen.
DRS und die Regeln 2026
Mit den neuen technischen Regeln 2026 können die Fahrer DRS auch auf der Geraden vor der eigentlichen DRS-Zone nutzen, wenn sie sich im Duell befinden — das sogenannte „Override". Zusammen mit kleineren Autos und aktivem Aerodynamik-Ausgleich soll das Nahkampf-Rennen fördern, ohne dass DRS das einzige Überholwerkzeug bleibt.